neu west berlin

Wer die Köpenicker Straße entlang läuft, dem fallen bisher sowohl vor dem Gebäude mit  der Nummer 55, als auch auf dessen Hof Beton-Segmente der Berliner Mauer auf. Diese sind von der Künstlergruppe des Kunsthauses „neu west berlin“, 1990 von den DDR-Grenzern erworben worden. Somit wurden über 300 historische Zeugnisse der Berliner Geschichte, aus den unterschiedlichsten Standorten der Stadt, vor dem Zerschreddern gerettet.

Nun wurden diese Segmente, zum Teil bezugnehmend auf kulturelle und historische Ereignisse, künstlerisch gestaltet. Darüber hinaus konnte die Firma “Rosenthal” dafür gewonnen werden, die so umgestalteten Mauersegmente als Porzellanminiaturen im Maßstab 1:25 herzustellen.*1

Die Zusammenarbeit mit diesem internationalen Haushaltswaren Hersteller, führte nun dazu, dass heute auf interessante und kreative Weise, Porzellan sowie Gegenstände aus der Porzellanproduktion sowohl im Cafe im Erdgeschoss, als auch in dem geschmackvoll eingerichteten Restaurant im 8. Stock, zu finden sind.

Neu West Berlin sieht sich in dem 1990 errichteten Plattenbau, wie auch schon an anderen Orten, als Zwischen-Nutzer. Auch wenn man aktuell nicht wirklich daran denken mag, so bleibt es spannend zu sehen wohin die Reise gehen wird, wenn sich die Künstler – nachdem sie dieses Gebäude zu einem kulturellen Aufblühen gebracht haben- an einem anderen Ort in der Stadt einfinden werden.

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Bericht aus der Zeit des vorherigen Standorts:

 

 

1* http://www.visiblewall.de/mauerminiaturen.html
2* https://www.youtube.com/watch?v=rYD1kD0SqJ8